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Studienfahrt der FOS 71

23.01.2018

Am 20.11.2017 um 8:15 Uhr ging es also los. Unter Aufsicht von Frau Seefeldt und Frau Bauer und in Begleitung von Herrn Buron machten wir uns auf den Weg nach Berlin. Die Fahrt verlief reibungslos, ganz ohne Verspätungen, zuerst mit der Regionalbahn und im Anschluss mit dem ICE. Unsere Ankunft im Berliner Hauptbahnhof war gegen 12:15 Uhr, somit blieb genug Zeit um unser Gepäck im naheliegenden Hotel Meininger unterzubringen, bevor wir uns auf den Weg machten, Berlin besser kennenzulernen.

Wie geplant unternahmen wir also einen Stadtrundgang, dort besichtigten wir unter anderem das Regierungsviertel, Teile der Berliner Mauer und das Brandenburger Tor mit den umliegenden Botschaften vieler Länder.

Ebenfalls Teil des Rundgangs war das Holocaust-Denkmal, wo uns Zeit gegeben wurde, es auf uns wirken zu lassen und über die Art der Darstellung nachzudenken. Der Stadtrundgang fand an der Gedenkstätte Deutschen Widerstands sein Ende. Dort erlebten wir eine sehr interessante Führung zu bekannten und vor allem unbekannten Widerstandskämpfern.

Als auch diese Führung mit Applaus beendet wurde, fuhren wir zurück zu unserem Hotel um unsere Zimmer zu beziehen. Wir bekamen Freizeit, die die Einen zum Ausruhen nutzen und die Anderen zum Erkunden der Gegend. Am Ende ließen wir den Abend in der Pizzeria „Zwölf Apostel“ bei einer leckeren Pizza ausklingen. Der Verlauf des weiteren Abends stand uns zur freien Verfügung und wurde von jedem unterschiedlich genutzt.

Der Dienstag begann für uns mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel. Kurz darauf machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Bundestag. Aufgrund von Beziehungen war es für uns möglich, 45 Minuten von der zu der Zeit stattfindenden Sitzung auf der Besuchertribüne mitzuerleben. Unter anderem waren Frau Merkel, Herr Gabriel und viele weitere Politiker vor Ort. Das war für uns alle ein interessantes Erlebnis. Nach diesem spannenden Besuch war unser nächstes Ziel das jüdische Museum. Dort wurde uns in zwei separaten Führungen das Leben der Juden im 18. Jahrhundert in Deutschland nähergebracht. Bis zu unserem nächsten Programmpunkt, der erst am Abend stattfand, hatten wir Zeit, uns eigenhändig auf den Weg zu machen Berlin zu erkunden. Ein gelungenes Ende fand der Dienstag am Abend bei dem gemeinsamen Besuch des Kabaretts der berühmten Stachelschweine im Europa-Center. Die Stachelschweine brachten uns politische Themen näher, welche mit „Die Alternative Wahrheit“ betitelt wurden. Als die Vorstellung beendet war, blieben einige im Europa-Center und ließen den Tag in einer Sportsbar ausklingen, wieder andere machten sich in Cocktailbars mit dem Berliner Nachtleben vertraut.

Berliner Nächte sind kurz, das lernten wir, als es Mittwochmorgen hieß: Abfahrt Gedenkstätte Berlin Hohenschönhausen 9:30. Auch wenn der Großteil von uns ein wenig verschlafen aussah – die Thematik öffnet uns die Augen. Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen befindet sich in den Räumlichkeiten der ehemaligen zentralen Untersuchungshaftanstalt der Stasi der DDR, die von 1951 bis 1989 in Betrieb war.

Auch wenn wir nicht in den Genuss eines Zeitzeugen kamen, war die aufschlussreiche Führung sehr interessant. Der Nachmittag stand uns Schülern zur freien Verfügung. Während die Einen sich ins ALEXA zum Shoppen stürzten, war einigen eher nach einem ordentlichen Mittagessen zu Mute. Das sehr variationsreiche Angebot an Restaurants überzeugte uns davon, mal von dem typischen Fastfood Imbiss abzusehen. Wie auch am vergangen Abend teilte sich die Klasse zum späteren Zeitpunkt des Tages, um die Nacht nach individuellen Wünschen zu gestalten. Egal ob Champions-League oder Cocktail-Bar, das Bett ruft am Mittwoch früher als am Dienstag.

Auch der Donnerstag begann für uns früh, denn uns erwartete eine Führung durch den Berliner Hauptbahnhof. Wir bekamen einen Eindruck von der Architektur und der Geschichte des pünktlich zur WM 2006 eröffneten Bahnhofs. Die Führung umfasste alle Etagen, auch die Abschnitte, die aktuell noch nicht vollendet sind, aber auch das Äußere wurde uns näher erläutert. Anschließend war unser nächstes Ziel das vielseitige und interessante Deutsche Technikmuseum. Dort erfuhren wir eine Führung auf eine andere Art, denn wir sollten uns in kleinere Gruppen aufteilen. Jede Gruppe bekam ein Thema, darüber wurde sich innerhalb des Museums in der Dauerausstellung „Das Netz – Mensch, Kabel, Datenströme“ informiert und kurz darauf dem Rest der Klasse präsentiert. Da sich die Führung nur auf einen begrenzten Bereich bezogen hat, war es im Anschluss für uns möglich die weiteren Ausstellungen nach eigenem Interesse kennenzulernen. Damit war das Programm für den Donnerstag auch schon beendet und jeder nutzte die Freizeit nach Lust und Laune.

Am Freitag, dem Tag der Abreise, hieß es nach dem Frühstück erstmal Sachen packen, Zimmer räumen und Gepäck verstauen, bis die eigentliche Abreise losgeht.  Denn vorerst erwartete uns der letzte Programmpunkt unserer Studienfahrt, nämlich der Besuch des Olympiastadions. In der Führung durch das Stadion wurde stark auf die Geschichte der Erbauung und Nutzung des Geländes eingegangen, aber auch die heutige Nutzung. Wir konnten uns die Räumlichkeiten anschauen, unter anderem die Kabinen und die stadioneigene Kapelle. Nachdem wir einige Informationen und Eindrücke vermittelt bekamen, hatten wir noch Zeit Fotos von dem imposanten Stadion zu machen. Bis es dann tatsächlich Zeit war die Abreise anzutreten, konnte die Zeit noch genutzt werden um Essen zu gehen, Einkäufe zu tätigen oder Karten und Billiard in der Hotellobby zu spielen. Um 16:48 Uhr hieß es dann: Abfahrt! Am späten Abend gegen 21:27 Uhr kamen wir in Paderborn an.
Abschließend wollen wir uns mit einem großen Dankeschön an den Förderverein richten, der uns so großzügig unterstützt hat! Dadurch war uns möglich, diese schöne, lehrreiche und vor allem vielseitige Studienfahrt zu erleben. Großen Dank gebührt auch unseren Lehrerinnen Frau Seefeldt und Frau Bauer, die das Ganze geplant, durchgeführt und mit uns durchgehalten haben.

DANKE DAFÜR, sagt die Klasse FOS71!