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Ungarische Schulleiter besichtigen das RvWBK

17.04.2015
Zum zweiten Mal in diesem Schuljahr informierte sich eine Gruppe von ungarischen Schulleitern am Donnerstag, 16. April, intensiv über die Bildungsgänge unseres Berufskollegs, speziell über die duale Ausbildung im Handwerk und der Industrie. Interesse fand aber auch der Unterricht in vollzeitschulischen Bildungsgängen z.B. der Höheren Berufsfachschule für Elektrotechnische Assistenten oder der Fachschule für Technik, aber auch des beruflichen Gymnasiums. Koordiniert wurde der Besuch wieder von Frau Bender von der Stiftung Bildung und Handwerk des tbz Paderborn.

In einem gemeinsamen Rundgang durch die Schule konnten sich die Besucher zusammen mit der Schulleiterin des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs, OStD‘ Alexandra Hubenthal, und dem zuständigen Abteilungsleiter, StD Martin Hemmelgarn, im Heizungslabor die Abgasmessübung eines dritten Ausbildungsjahres der Anlagenmechaniker erleben. Anschließend präsentierten die Kollegen der Abteilung Metall/Industrie die Fertigungsplanung einer Industriemechanikerklasse des 2. Ausbildungsjahres und die Fertigung eines Dreh- und Fräswerkstückes in unserem schuleigenen CNC-Bearbeitungszentrum.

Den Abschluss des Rundganges bildete der Besuch einer Fachklasse der Elektrotechnischen Assistenten im zweiten Schuljahr, die eine Messübung im Bereich der Energieelektronik zeigten. An dieser Ausbildungsform konnten in einem Abschlussgespräch einige Parallelen zur schulischen Ausbildung in Ungarn gezogen werden.

Die Schulen, in denen diese Schulleitungen arbeiten, decken den Bereich von kleinen Förderschulen bis hin zu mittelgroßen Schulen mit ca. 700 Schülerinnen und Schülern ab. Nach einer achtjährigen „Grundschulzeit“ erhalten die Jugendlichen in diesen beruflich orientierten Schulen zunächst eine zweijährige Grundbildung nach persönlichen Interesse bzw. individuellem Förderbedarf. In der Regel schließt sich dann eine bis zu dreijährige Ausbildung zu einem Facharbeiter z.B. im Tischlerberuf an. In dieser Zeit wechselt sich im wöchentlichen Rhythmus die Arbeit im Betrieb mit dem Berufsschulunterricht ab.

In einem Abschlussgespräch wurde über die Finanzierung und die personelle Ausstattung unseres Berufskollegs gesprochen. Einen breiten Raum bildete auch die Darstellung des „Bildungsraumes“ Paderborner Land, von dem auch unser Berufskolleg geprägt ist.