Im Rahmen einer theologischen Exkursion besuchten Auszubildende der Klassen MTP51 (Produktdesign) und MWS51 (Werkzeug- und Feinwerkmechanik) des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs gemeinsam mit ihren Lehrkräften Klaus Braunger und Eileen Bödger den Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz. Im Mittelpunkt des Besuchs stand der persönliche Austausch über aktuelle gesellschaftliche und kirchliche Themen, wie zum Beispiel der künstlichen Intelligenz und der Rolle der Kirche in der heutigen Gesellschaft.
Ausführlich diskutierte Dr. Udo Markus Bentz die Fragen, die die Auszubildenden im Religionsunterricht erarbeitet und zusammengestellt hatten. Im Gespräch mit den angehenden Werkzeug- und Feinwerkmechanikern sowie Produktdesignerinnen und -designern stand die moralische und gesellschaftliche Bewertung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Fokus. Der Erzbischof bejahte die menschliche Technikfähigkeit, warnte jedoch eindringlich vor den Gefahren einer neuen Form des Kolonialismus durch „Machtkonzentration, ausbeuterische globale Lieferketten“ und die Kontrolle über Daten. Bei KI-gestützten Waffensystemen müsse das Prinzip „Mensch als letzter Entscheider“ gelten. Für die Beziehung von Kirche und Staat formulierte er den Grundsatz: „Das Evangelium wirkt politisch durch Werte und Werke, ohne parteipolitisch zu werden.“ Im zweiten Teil der Exkursion erhielten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Johannes Schäfers, Leiter der Diözesanstelle Berufungsportal, Einblicke in den Leocampus und seine vielfältigen Räumlichkeiten.